German for Music Lovers |
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Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?Es ist der Vater mit seinem Kind;Er hat den Knaben wohl in dem Arm,Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm. |
wer who |
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? -Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. - |
mein my |
»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;Manch bunte Blumen sind an dem Strand,Meine Mutter hat manch gülden Gewand.« |
lieb dear |
Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,Was Erlenkönig mir leise verspricht? -Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;In dürren Blättern säuselt der Wind. - |
hören to hear |
»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?Meine Töchter sollen dich warten schön;Meine Töchter führen den nächtlichen ReihnUnd wiegen und tanzen und singen dich ein.« |
willst du do you want to |
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dortErlkönigs Töchter am düstern Ort? -Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:Es scheinen die alten Weiden so grau. - |
dort there |
»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt.«Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!Erlkönig hat mir ein Leids getan! - |
ich -- mich -- mein I -- me-- my |
Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,Er hält in den Armen das ächzende Kind,Erreicht den Hof mit Mühe und Not;In seinen Armen das Kind war tot. |
grausen, grauen (with dative) to horrify, ihm
graut vor he dreads, shudders at, is in horror (vor of) |
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"Erlkönig" was set to music by Franz Schubert, among others. On Schubert's version: . . . Erlkönig, [is] " a song with unprecendented power and force. the heavily dramatic interpretation, highly realistic in its rendering of the voices of the three persons (the child, the father, and the erlking) and the pounding of the horses hooves, is overwhelmingly convincing. Even the listener with an eye for the poem is inclined to forgive Schubert for having through-composed a ballad that is in the simplest of folk song strophes . . . because the tense drama in the music appears in the poem as well, and Schuberts setting exploits it to the utmost." ( Jack M. Stein, Poem and Music in the German Lied from Gluck to Hugo Wolf (Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1971, p. 63) |
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